Beiträge vom Juli, 2011

Massensendungen stoppen!

Freitag, 29. Juli 2011 15:57

Da liegt doch heute schon wieder so eine unerwünschte, gefaltete A3-Halbkarton-Werbesendung* im Briefkasten. Mit einem grossen Schweizerkreuz drauf. Und der dicken-Post-Aufforderung: «Masseneinwanderung stoppen!»

Fälschlicherweise las der hier schreibende Schnellleser beim ersten Überfliegen des neuen Altpapiers passenderweise «Masseneinsendungen stoppen!». Und dachte spontan: «Bin ich dabei. Aber sowas von.» Man will sich ja nicht dauernd von irgendsoeiner Partei seine persönliche Ökobilanz versauen lassen.

Also unfrankierte Massenrücksendung?

Wahrscheinlich würden sich die Kosten einer kollektiven Rücksendung von ununterschriebenen Geschäftswortsendungen für den Massensendungssender als sehr viel direkter verständlich erweisen, als ein neuer Kleber am Kasten.

Nichts desto trotz distanziert sich der Blogautor an dieser Stelle aufs Nachdrücklichste von so einer schweizerischen Aktion.

* Doch. Unerwünscht und Werbesendung. Auch wenn da «Achtung: Bei dieser Briefkastensendung handelt es sich um eine politische Information. Deswegen darf sie auch in Briefkästen mit einem Stopp-Kleber gelegt werden.» drauf steht.

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Thema: Gesellschaft, Politik, Werbung | Kommentare (0) | Autor:

Lieblingszitat des Tages – Einschätzung der Basis

Donnerstag, 28. Juli 2011 8:24

«Tschäppät versucht, SVP-Wähler in die Irre zu führen, um ihre Stimmen zu ergattern.»

SVP-Nationalratskandidat Erich Hess über das Wahlplakat des SP-Stadtpräsidenten Alexander Tschäppät. Inhalt weisser Text auf grünem Grund: svp* wählt Alexander Tschäppät (*s’il vous plaît)

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Thema: Politik, Schweiz, Zitate | Kommentare (0) | Autor:

Weisheiten – Über die Freiheit

Montag, 25. Juli 2011 9:25

«Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.»

Benjamin Franklin

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Thema: Gesellschaft, Politik, Weisheiten | Kommentare (0) | Autor:

Herr Gentinetta und die Mobilitätskosten-Halbwahrheit

Freitag, 22. Juli 2011 7:59

Mobilität ist super. Aber im Fall des Individualverkehrs zu teuer. Findet der Vorsitzende der Geschäftsleitung von economiesuisse, Herr Dr. Pascal Gentinetta. Denn die Mobilitätskosten scheinen ihm einseitig und ungerecht verteilt.

Das Verursacherprinzip

Am 7.7.2011 meldet sich Herr Gentinetta deshalb unter der Schlagzeile «Bahnausbau: Der Nutzer muss zahlen» in einem leider nicht kommentierbaren Kommentar (Deshalb die Antwort an dieser Stelle) zu Wort. Der Bahnausbau dürfe nicht «über neue Steuern und über die Quersubventionierung durch den Strassenverkehr» finanziert werden. Denn:

«Die Finanzierungslösung ist der Bahnnutzer. Die überfüllten Züge beweisen täglich, dass eine echte Nachfrage besteht. Vor allem aber zeigen sie auf, dass die aktuellen Tarife auf vielen dicht befahrenen Strecken viel zu niedrig sind. Heute entfernen sich die Abonnementspreise im Personenverkehr immer weiter von den tatsächlichen Kosten. Diese ökonomisch unsinnige versteckte Subventionspolitik über den Preis setzt auch raumplanerisch falsche Anreize und darf nicht weiterverfolgt werden. Es ist stattdessen das Verursacherprinzip wieder deutlich zu stärken: Wer die Bahn benutzt, soll mehr als bisher dafür bezahlen. Insbesondere, wer zu Stosszeiten häufiger fährt, muss entsprechend stärker zur Kasse gebeten werden. Was im Flugverkehr schon lange gang und gäbe ist, könnte auch für den Bahnverkehr zum Erfolgsmodell werden.» (Hervorhebung durch mich)

Die Forderung, das Verursacherprinzip zu stärken, ist durchaus vertretbar. Aber nur, wenn man sämtliche anfallenden Kosten mit einbezieht. Dazu gleich mehr.

Die Kostenwahrheit

Will man einen fairen Vergleich der Verkehrskosten von Bahn- und Strassenverkehr anstellen, kommt man um einen wichtigen Faktor nicht herum: die Externen Kosten.

«Unter externen Verkehrskosten versteht man» laut dem Bundesamt für Raumentwicklung ARE «diejenigen Kosten, welche durch die Mobilitätsteilnehmenden verursacht, jedoch nicht von ihnen selber getragen werden. Die wichtigsten Bereiche sind Unfälle, Lärm, Gesundheit, Klima sowie Natur und Landschaft.»

Vergessen wir also für einen Moment den Vergleich zwischen Billettpreisen und Benzinkosten und schauen uns die Externen Kosten in der Schweiz anhand der Zahlen des Jahres 2005 an.

Gerundete Zahlen. Entnommen bfs.admin. Quelle: “Externe Kosten des Verkehrs in der Schweiz, Aufdatierung für das Jahr 2005 mit Bandbreiten”, Bundesamt für Raumentwicklung (ARE). Stand: Dezember 2009.

Noch einmal gut lesbar die Externen Kosten für das Jahr 2005

  • Schienenverkehr 455 Millionen Franken
  • Strassenverkehr 8 Milliarden (!) Franken

Die Realität

95 Prozent der Externen Kosten werden also durch den  Strassenverkehr verursacht. Nur 5 Prozent entfallen auf den Schienenverkehr. Ähnlich verhält es sich in den Jahren 2006 und 2007, wie man dem PDF Externe Kosten 2006 – 2007 des Bundesamtes für Raumentwicklung ARE entnehmen kann. Kosten, die wir alle bezahlen. Auch diejenigen, die aus Überzeugung auf Fortbewegungsmittel verzichten, die nur 1/100 der Primärenergie in Bewegung umsetzen*, während der überwiegende Teil ungenutzt für immer verpufft.

Natürlich kann man diese Zahlen – wie alle anderen Zahlen auch – auf verschiedenste Art interpretieren und gewichten. Aber gänzlich verschweigen und ignorieren sollte man sie nicht.

Die Forderung

Kommen wir nun also auf das Argument Verursacherprinzip zurück und fordern von den Verursachern (wie von economiesuisse angeregt) die Übernahme der tatsächlichen Kosten. Nein? Zugegeben, auch wenn die Deckung sämtlicher Kosten durch die Verkehrsteilnehmenden wünschenswert ist, so wäre es im Moment doch etwas viel verlangt.

Aber mit diesen eindeutigen Zahlen vor Augen können wir vielleicht wenigstens damit aufhören, möglichst alle Kosten vom Autofahrer fernhalten zu wollen.

Was meinen Sie, Herr Gentinetta?

* Marcel Hänggi rechnet in seinem Buch vor (Stark von mir gekürzt): Unter Alltagsbedingung setzt ein Verbrennungsmotor nur 20 Prozent der im Kraftstoff enthaltenen Primärenergie in Bewegung um. Bei einem Auto von 1,5 Tonnen mit einem 75 Kilogramm schweren Fahrer am Steuer dienen 19/20 der Bewegungsenergie dazu, das Fahrzeug zu bewegen. Nur 1/20 – also 1 Prozent der Primärenergie – dient der Fortbewegung des Fahrers.

Buchtipp zum Thema Energieverbrauch und die Auswirkungen auf Gesellschaft, Politik und Wirtschaft:

«Ausgepowert – Das Ende des Ölzeitalters als Chance»
Marcel Hänggi
ISBN: 978-3-85869-446-1


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Thema: Buchtipps, Gesellschaft, Politik, Schweiz, Wirtschaft | Kommentare (0) | Autor:

Arbeitstag an NGO zu verschenken

Montag, 18. Juli 2011 10:05

Ein Blick in den Kalender zeigt: Am Freitag, 29. Juli 2011 hat der Blogautor noch keine festen Verpflichtungen. Was also tun mit dem freien Tag? Genau. Sinnvoll nutzen. Zum Beispiel mit dem Einsatz für ein gemeinnützigen Projekt.

Vielleicht für Ihr gemeinnütziges Projekt.

Melden Sie sich bei Bedarf und Interesse ganz einfach via Kontaktformular mit einem kurzen Beschrieb Ihres Projektes. Egal, ob im Bereich NGO, Kunst, oder Kultur. Und mit etwas Glück stehen Ihnen am 29. Juli 2011 für einen Tag diverse Talente frei zur Verfügung.

Einzige Einschränkung: Gemeinnützigkeit. Und vielleicht nicht zu weit von Zurich entfernt.

Nicht berücksichtigte Projekte können bei Interesse an anderer Stelle in diesem Blog zusammengefasst erwähnt werden.

Dann also mal ran an die Tasten.

Weitersagen erlaubt. Nachmachen auch.

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Thema: Gesellschaft, Wirtschaft, Zürich | Kommentare (0) | Autor:

Schilderwald am Treffpunkt

Samstag, 16. Juli 2011 13:39

Wer eine Weile in Düsseldorf verbringt, wird sich neben dem Rhein-Turm, den Gehry-Häusern und der Königsallee wahrscheinlich auch die Altstadt anschauen wollen. Zum Beispiel, um ein frisch gebrautes Bier im UERIGE zu probieren.

Am einfachsten trifft man sich dazu am Treffpunkt im Rondell am Heinrich-Heine-Platz. Oder sicherheitshalber vielleicht doch besser davor.

Der Treffpunkt im Rondell beim Heinrich-Heine-Platz in Düsseldorf

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Thema: Fotos, Mensch, Ohne Worte | Kommentare (0) | Autor:

Atomlobby spricht nicht mit Pöbel

Donnerstag, 14. Juli 2011 10:49

Die Aktion für vernünftige Energiepolitik Schweiz (AVES) lässt sich nach einer einfachen Anfrage ziemlich viel Zeit* bei der Aufklärung mit «Kompetenz statt Schlagworten» und «Sachlichkeit statt Emotionen».

Man erinnert sich: Vor einer Woche, am 6.7.2011, wurde sinngemäss folgende einfache Frage via Formular an AVES übermittelt:

Wo kann ich die komplette repräsentativen Studie des gfs.bern von Mitte Mai 2011 einsehen, aus welcher der AVES die Behauptung «84 Prozent der Schweizer wollen keinen überstürzten Atomausstieg» ableitet?

Denn wo sonst sollte man brauchbare Antworten erhalten, wenn nicht bei einem aus erster Hand informierten Verein, der sich unter «Wer wir sind» folgendes auf die Fahne geschrieben hat:

«Das Hauptanliegen der AVES besteht darin, die Diskussion um die Energienutzung zu versachlichen – Seriosität und Fachwissen sollen bei der Wahl der Energiearten dominieren.[...] Die AVES bedient möglichst viele Bürgerinnen und Bürger mit aktuellen Informationen zur schweizerischen Energiepolitik.»

Eben.

Doch das ernüchternde Resultat einer Woche und einem Tag Wartezeit: Null Antwort. Dies, obwohl diese eigentlich nicht viel weiter als einen Mausklick entfernt sein sollte.

Was also tun? Genau. Noch eine Anfrage.

(14.7.2011, 10.46 MESZ, zweite Anfrage via Formular an AVES übermittelt)

Und bis zur eventuellen Antwort hier für den ähnlich ungeduldigen Leser, noch einmal der Link zu einer Zusammenfassung als PDF «Das Wichtigste in Kürze» des gfs.bern.

* Man informiere den Autor bitte, falls es für Anfragen wider Erwarten so etwas wie ein Politisches Viertel geben sollte.

(Nachtrag, 21.7.2011, 15.34 MESZ)

Da nach zwei Wochen Wartezeit noch immer keine Antwort zu erhalten war, erfolgt ein weiterer Versuch. Diesmal direkt per Mail.

(Nachtrag, 27.7.2011, 17.11 MESZ)

Da auch nach drei Wochen noch keine Antwort vorliegt, ein dritter Versuch. Wieder via Mail. Diesmal direkt an den AVES Präsidenten Rolf Schweiger.

(Nachtrag, 27.7.2011, 17.32 MESZ)

Die erste Antwort: Urlaubsabwesenheit. Drum gleich die vierte Anfrage hinterher. Diesmal via Mail an den AVES Vizepräsident Konrad Studerus.

(Nachtrag, 28.7.2011, 09.06 MESZ)

Endlich eine Antwort des Vizepräsidenten. Darin ein Link zur schon bekannten Studien-Zusammenfassung. Und der Hinweis, dass AVES über kein weiteres Material verfüge. Womit wir wieder bei der Frage wären: «Aus welchen Daten leitet AVES die Aussage <84 Prozent der Schweizer wollen keinen überstürzten Atomausstieg> ab?» Reicht die Zusammenfassung der Studie tatsächlich, um so eine starke Behauptung aufzustellen?

(Nachtrag, 28.7.2011, 09.54 MESZ)

Der Blogautor fragt noch einmal nach und bietet für die Antwort Platz auf diesem Blog an.

(Nachtrag, 28.7.2011, 10.19 MESZ)

Die Antwort befasst sich mit dem öffentlichen Ansehen von gfs.bern und dem vorhandenen Urteilsvermögen der Schweizer Bevölkerung.

(Nachtrag, 28.7.2011, 11.03 MESZ)

Der Blogautor fragt, ob er die Haltung von AVES mangels Präzisierung folgendermassen zusammenfassen darf: «AVES stützt sich bei der Begründung ihrer Forderung einer <Volksabstimmung zur Frage des Ausstiegs aus der Kernenergie> auf die Zusammenfassung(!) einer Umfrage unter 1005(!) Stimmberechtigten, ohne die Fragen und Ergebnisse der Umfrage im Detail zu kennen.»

(Nachtrag, 28.7.2011, 12.25 MESZ)

Mit der Unterstellung, der Blogautor schreibe sowieso, was er wolle, wird die «Diskussion» abgebrochen.

(Nachtrag, 28.7.2011, 12.47 MESZ)

Erneutes Angebot, die Meinung der Aktion für vernünftige Energiepolitik und deren Grundlage auf diesem Blog zu veröffentlichen.

Bis dahin noch einmal die Fakten:

  • AVES sagt «84 Prozent der Schweizer wollen keinen überstürzten Atomausstieg»
  • Die Grundlage für diese Aussage liefert offenbar einzig und allein die Zusammenfassung(!) einer gfs-Umfrage bei 1005(!) Stimmberechtigten.
  • Diese sagt jedoch nur, dass 53% der Befragten «voll» und 31% «eher» mit der Aussage «Anstatt überstürzt einen Ausstieg aus der Kernenergie zu beschliessen, sollte man besser in Ruhe nach einer Lösung suchen, welche sicher ist und den Strombedarf der Schweiz garantiert.» einverstanden sind.

Gerne hätte der Autor eine sachliche und erhellende Diskussion geführt. Und sich eines Besseren belehren lassen. Im Ernst. Da muss es doch noch mehr Material geben, als diese dünne Umfrage.

Das Angebot steht. Ohne Zensur. Es sei denn, die Texte kommen aus einer PR-Schmiede.

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Thema: Fragen, Gesellschaft, Politik, Schweiz | Kommentare (0) | Autor:

Arbeitsmarkt Juni 2011

Freitag, 8. Juli 2011 11:00

Die neuen Arbeitslosenzahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft sind da. Nicht viel Neues im Vergleich zu den vergangenen Monaten. Drum sei an dieser Stelle für einmal ausser rohen Zahlen und Fakten nichts erhellendes angeführt. (Glatt gelogen. Siehe unten.) Zunächst aber:

Arbeitslosigkeit im Juni 2011

  • Ende Juni 2011 waren 110.378 Arbeitslose bei den RAV eingeschrieben
  • 4.306 weniger als im Vormonat
  • die Arbeitslosenquote sank von 2,9% im Mai auf 2,8% im Juni
  • geschätzter Effekt der Änderungen im Arbeitslosenversicherungsgesetz rund 700 Personen

Aussteuerungen im April 2011

  • Gemäss vorläufigen Angaben der Kassen 3.063 ausgesteuerte Personen

Mehr kann man dazu nicht sagen, ohne den treuen Leser oder sich selber zu langweilen. Drum möchte hier eine andere Zahl zur Ergänzung des Überblicks über die Situation auf dem Arbeitsmarkt kurz erwähnt werden.

Sozialhilfebezüger im Jahr 2009

gemäss Medienmitteilung des Bundesamtes für Statistik

  • wurden 2009 230.019 Personen mit Sozialhilfe unterstützt
  • das entspricht einer Sozialhilfequote von 3 Prozent
  • im Jahr 2008 betrug die Sozialhilfequote 2,9 Prozent

Leider gibt es im Moment offenbar keine aktuellere Zahlen. Aber wenn wir die Entwicklung der Zahlen nicht mehr erfasster Ausgesteuerter der letzten Jahre anschauen, können wir uns ein grobes Bild machen.

  • allein im Jahr 2009 plus 11.145 Ausgesteuerte
  • allein im Jahr 2010 plus 14.928 Ausgesteuerte

Und die Zahlen werden nach der ALV-Revision nicht besser werden. Man bedenke, dass zu den 16.000 geschätzten zusätzlichen Ausgesteuerten nach April 2011 dank kürzerer Bezugsdauer jeder, der bis vor kurzem noch als Langzeitarbeitsloser in der Statistik aufgeführt worden wäre, früher aus der Statistik fällt.

Vielleicht sollte ich mich damit demnächst einmal genauer auseinandersetzen.

Hinweise zu Quellen sind willkommen.

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Thema: Arbeitsmarkt, Gesellschaft, Politik, Schweiz | Kommentare (0) | Autor:

Studie zur Kernkraft nach Fukushima

Mittwoch, 6. Juli 2011 12:15

(6.7.2011, 12.25 MESZ, Inhalt via Formular an AVES übermittelt)

Sehr geehrte Damen und Herren der Aktion für vernünftige Energiepolitik Schweiz AVES

In einer aktuellen Schlagzeile auf Ihrer Vereins-Homepage schreiben Sie in Fett, gemäss einer repräsentativen Studie des gfs.bern Mitte Mai 2011 würden

«84 Prozent der Schweizer [...] keinen überstürzten Atomausstieg» wollen.

Etwas weiter unten in Ihrem Text heisst es dann:

«So hätte ein vorzeitiger Ausstieg aus der Kernenergie [...] wenig Rückhalt in der Bevölkerung (62 Prozent Nein gegen 33 Prozent Ja) […).»

Ich fasse zusammen

«84% sind gegen überstürzten Ausstieg» und «62% sind gegen vorzeitigen Ausstieg.»

und bin so klug als wie zuvor.

Dass sich die Worte «vorzeitig» und «überstürzt» durch 22 Prozentpunkte voneinander unterscheiden, ist für einen Texter zwar interessant, hilft aber – wie so oft bei Zusammenfassungen von Studien – nicht, das Ergebnis der Umfrage zu verstehen.

(Pssst. Es gibt natürlich einen einfachen Grund für die Differenz: Die 84 Prozent sind nicht einfach gegen «einen überstürzten Ausstieg» sondern stimmen (mehr oder weniger) der komplexeren Aussage zu

«Anstatt überstürzt einen Ausstieg aus der Kernenergie zu beschliessen, sollte man besser in Ruhe nach einer Lösung suchen, welche sicher ist und den Strombedarf der Schweiz garantiert.»

Und wie es aussieht, wurden 53% «voll einverstanden» und 31% «eher einverstanden» zu den eingangs erwähnten 84% «die keinen überstürzten Atomausstieg wollen» zusammengefasst. So viel zur Interpretation von Studien)

Deshalb würde ich mir gerne selber ein Urteil bilden und Einblick in die Daten der durch Economiesuisse in Auftrag gegebenen Studie nehmen. Bestimmt werden Sie mir und meinen Lesern den Link zur Quelle verraten.

Ich freue mich auf Ihre erhellende Antwort

(Nachtrag, 7.7.2011, 08.56 MESZ)

Scheint eine schwierige Frage zu sein. Deshalb hier in der Zwischenzeit der Link zu einer Zusammenfassung «Das Wichtigste in Kürze» des gfs.bern.

(Nachtrag 14.7.2011, 10.49 MESZ)

— Der oben zitierte AVES-Text im Original —

84 Prozent der Schweizer wollen keinen überstürzten Atomausstieg.

Das Resultat ist eindeutig: 84 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer stehen hinter der Aussage «Anstatt überstürzt einen Ausstieg aus der Kernenergie zu beschliessen, sollte man besser in Ruhe nach einer Lösung suchen, welche sicher ist und den Strombedarf der Schweiz garantiert.» Dies ergibt eine repräsentative Studie, welche im Auftrag von Economiesuisse vom Forschungsinstitut gfs.bern Mitte Mai, also noch vor der energiepolitischen Weichenstellung durch den Bundesrat, durchgeführt worden ist. Befragt wurden 1005 Stimmberechtigte in allen Landesteilen.

Die Meinungsumfrage hat noch weitere überraschende Resultate erbracht: So hätte ein vorzeitiger Ausstieg aus der Kernenergie ebenso wenig Rückhalt in der Bevölkerung (62 Prozent Nein gegen 33 Prozent Ja) wie auch die sofortige Stilllegung der Kernkraftwerke Beznau und Mühleberg (57 Prozent Nein gegen 36 Prozent Ja). Kritisch steht die Schweizer Bevölkerung auch dem Ersatz von KKW durch Gaskraftwerke gegenüber: Bloss 36 Prozent könnten dieser Alternative zustimmen, 46 Prozent lehnen sie bestimmt oder eher ab. Erstaunlich hoch, nämlich satte 41 Prozent, ist der Anteil jener, die für einen Ersatz der alten Kernkraftwerke durch moderne Anlagen votieren, welche die neuesten Sicherheitsanforderungen erfüllen.

Erwartungsgemäss hat die Zustimmung zum Bau von Ersatz-Kernkraftwerken nach dem Nuklearunfall in Fukushima generell abgenommen. Hatten sich im August 2010 noch 43 Prozent dafür ausgesprochen, sank diese Zahl inzwischen auf 29 Prozent; 67 Prozent wären eher oder bestimmt dagegen, «wenn morgen darüber abgestimmt würde». Insgesamt hat die Studie aber ein für das Energieform Kernenergie deutlich positiveres Ergebnis erbracht, als Economiesuisse erwartet hatte. Die Tatsache, dass heute für 78 Prozent der Befragten die «Stromlücke» ein vertrauter Begriff ist, und das klare Votum gegen politische Schnellschüsse stimmen Ursula Fraefel, Kampagnenleiterin bei Economiesuisse, zuversichtlich. Wie sie gegenüber der Zeitung «Der Sonntag» betont hat, könne man die Leute möglicherweise überzeugen, die alten Kernkraftwerke Beznau und Mühleberg durch ein neues, noch sichereres Kernkraftwerk zu ersetzen. (gfs)

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Thema: Eine Frage an..., Fragen, Gesellschaft, Politik, Schweiz, Wirtschaft | Kommentare (0) | Autor:

Whois-Info von Switch

Montag, 4. Juli 2011 20:06

Heute bei der Schweizer Registrierungsstelle für .ch und .li Domain-Namen (www.switch.ch oder www.nic.ch) via Domain-Namen-Suche gesucht.

Und gestaunt

Und gewundert

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Thema: Digital, Schweiz | Kommentare (0) | Autor: