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Künstliche Fast-Intelligenz

Donnerstag, 3. Juni 2010 8:42

Hat Ihr Computer heute schon mit Ihnen geplaudert? Nein? Zu altes System, was?! Macht aber nichts. Sprechen Sie doch einfach übers Internet mit «Elbot» oder «Eliza». (Falls Sie diese Informationen in einer uralten komischen Metallkiste entdeckten, oder vielleicht sogar selber eine Maschine sind: Dafür haben Menschen (diese da) anno 2010 «künstliche Intelligenz» eingesetzt.)

«Elbot» (auf dem Bild links) ist ein Programm, das künstliche Intelligenz simuliert und recht amüsant mit uns kommunizieren kann. Das Programm wurde und wird vom Computerlinguisten Fred Roberts entwickelt. Im Jahr 2008 war der kleine Roboter «Elbot» der Gewinner des Loebner-Contests. Er hat die Jury in einer Art Turing-Test für Programme am meisten davon überzeugt, «denken» zu können. Aber was erzähle ich lange? Überzeugen Sie sich doch auf seiner Homepage am besten selber von seinen Fähigkeiten.

Falls Sie keinen Wert auf Grafik legen oder einfach etwas tiefer in die Vergangenheit der Entwicklung einer Illusion künstlicher Intelligenz eintauchen wollen, besuchen Sie die englischsprachigen Version von «Eliza» auf der Site von iFiction oder in deutscher Sprache bei Eckhard Etzold. «Eliza» wurde 1966 schon lange Zeit vor «Elbot» von Joseph Weizenbaum entwickelt und kommt wie sich das für diese Zeit gehört in einfachem grün blinkend daher. Aber Vorsicht. Die vermeintlich schlichte Dame wurde auf Imitation eines Psychotherapeuten programmiert und hat entsprechend viele Fragen.

Weitere «künstliche Intelligenzen» in Form von Avataren finden Sie auch an anderen virtuellen Orten, wo sie heute schon als mehr oder weniger kompetente Auskunftspersonen eingesetzt werden. Zum Beispiel Eve beim deutschen Stromanbieter Yellowstrom. Oder als animierte echte Person mit anderen Vorzügen als Sprache wie taratechnique für Saturn auf Facebook und iPhone. Und für Fans, die sich schon immer mal mit Captain James T. Kirk (auf der Site rechts oben anklicken) über die unendlichen Weiten des Weltraums unterhalten wollten, gibt es einen einfachen Chatbot bei Alicebot.

Grüssen Sie alle herzlich von mir.

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Thema: Digital, Kunst, Mensch | Kommentare (0) | Autor:

Eine Plattform für Erfinder

Freitag, 2. April 2010 11:46

Die Schweiz ist ein Land voller kluger Köpfe mit interessanten Ideen. Ideen, von denen die Welt allerdings nie etwas erfahren wird. Weil sie in der Schublade verschwinden. Hunderte, wenn nicht tausende jedes Jahr.

Erfinder auf der Suche nach Unterstützung für Ihr Projekt kennen das Problem. «Wir helfen Ihnen gerne. Schicken Sie uns einfach das Konzept und den Businessplan. Dann können wir darüber reden.»

Der einfache Erfinder sollte sich nach Ansicht potentieller, professioneller Helfer schon mit Finanzierung, Vermarktung und Erfolgsaussichten auseinandergesetzt haben. Mit Begriffen wie „Konkurrenzanalyse, Marktvolumen, Positionierung, USP’s, Technologiepotential, Substitution und Erfolgswahrscheinlichkeit“.

Das ist schade. Und etwas viel verlangt.

Fast kein Hobby-Erfinder denkt zuallererst ans grosse Geschäft. Vielen wäre schon mit Unterstützung bei der Erstellung einer brauchbaren technischen Zeichnung gedient. Oder mit der Anfertigung eines einfachen Prototyps zu Test- oder Demozwecken. Dienstleistungen also, für die weder Businessplan noch Budget benötigt werden. Alles was es braucht, ist – um bei den beiden Beispielen zu bleiben – ein erfahrener Zeichner oder ein gelernter Mechaniker.

Also Menschen wie Sie oder mich.

Bringen wir doch Denker und Macher zusammen. Auf einfache Art und Weise. Zum Beispiel mit einer Fernsehsendung, bei der die Tüftler ihr Projekt vorstellen und nach geeigneter Hilfe für die Realisation suchen können. Eine Plattform für spannende Ideen, die für Unterhaltung sorgt und etwas zur Schweizer Wirtschaft beitragen kann.

Natürlich sollte das Ganze nicht zu einem bei vielen Sendern gern gesehenen Wettkampf der Ideen verkommen. Ich stelle mir das eher als eine Mischung aus Franz Xaver Gernstl und den Mythbusters vor. Mit einem Touch Nano und Neues. Dabei soll einzig das interessierte Publikum über den Nutzen der Erfindungen entscheiden. Und zwar direkt durch Beteiligung mit freiwilliger, unentgeltlicher Hilfe.

Die Idee für eine solche Sendung ist nicht neu. Seit 2004 habe ich unzählige Produktionsfirmen, Fernsehleute, wirtschaftsnahe Politiker und Unternehmer um Unterstützung angefragt. Es erging mir ähnlich wie den erfolglosen Erfindern. Die meisten der Angeschriebenen finden «eine schlaue Idee» und «unbedingt weiterverfolgen». Allein, es fehlt das Budget und/oder Manpower, um mich aktiv dabei zu unterstützen.

Auch das ist schade. Und dazu eine verpasste Chance für unsere Wirtschaft.

Vielleicht hat ja einer meiner geschätzten Leser Lust, Erfahrung und das Netzwerk, um einer solchen Sendung auf die Beine zu helfen. Deshalb veröffentliche ich hier das Grobkonzept.

Zur Beachtung: Die Rechte an dieser Idee bleiben – anders als bei den meisten anderen Texten auf diesem Blog – bei mir. Falls aber Interesse besteht, können wir gerne über eine Zusammenarbeit sprechen.

Gedacht-Gemacht Erfinder sucht

Idee und Konzept

Gedacht-Gemacht ist eine 25-minütige, wöchentlich ausgestrahlte Sendung, die dem Zuschauer auf unterhaltsame und informative Art neue, unbekannte Projekte, Erfindungen, Patente oder Geschäftsideen aus der Schweiz vorstellt. Ziel der Sendung ist es einerseits, den Zuschauer mit verblüffenden Einfällen zu unterhalten, andererseits bietet sie unbekannten Denkern eine unentgeltliche Plattform. Schweizer Tüftler erhalten hier die Möglichkeit, ihre Idee – egal in welchem Stadium diese sich befindet – dem breiten Publikum vorzustellen. Auf diese Weise können sie ihre Idee ausführlich erklären und gleichzeitig erläutern welche Unterstützung sie noch brauchen, um ihr Projekt zu realisieren.

Inhalt Sendung

Die Sendung besteht hauptsächlich aus fünf bis sechs Blöcken, die durch Moderation oder Off-Stimme verbunden sind, sowie einer Einleitung und einer Verabschiedung. Drei dieser Blöcke widmen sich jeweils einer neuen Erfindung. In einem Block kommt pro Sendung ein erfolgreicher Erfinder / Investor u.ä. zu Wort. In einem weiteren Block besucht Gedacht-Gemacht einen Erfinder, der in einer früheren Sendungen seine Erfindung vorstellte. Zum Schluss wird eine Zusammenfassung von drei bis vier abgedrehten Erfindungen vorgestellt. Zuschauer können eine davon auswählen, die sie in einer der nächsten Sendungen genauer vorgestellt bekommen wollen. Von Zeit zu Zeit kann einer dieser fünf Blöcke durch einen Zuschauer-Block ersetzt werden. Hier wird ein Problem thematisiert, welches es zu lösen gilt.

Block Erfinder 1-3

Gedacht-Gemacht besucht einen Erfinder zuhause, oder irgendwo, wo sich seine Erfindung, sein Patent oder seine Idee demonstrieren lässt. Wenn möglich zeigt er uns erst das Problem (vorher/nacher) – z.B. ein älterer Mensch mit normalem Gehstock beim Treppen steigen – danach die Erfindung und ihre Wirkung. Falls zeitlich möglich und nötig spielen wir den Testbericht eines unabhängigen Testers ein. Z.B. ein älterer Mensch, der die neue Gehhilfe des Erfinders testet und das Produkt beurteilt. Danach bekommt der Erfinder Zeit, dem Zuschauer seine Idee näher zu erklären und zu erläutern, was er genau braucht, um seine Erfindung auf den Markt zu bringen: Investor, Produzent, Vertrieb etc. Am Ende des Blockes wird die Kontaktadresse des Erfinders und der Verweis auf die Homepage der Sendung eingeblendet, wo weitere Details nachzulesen sind.

Block Tipps

Im Block Tipps sprechen wir pro Sendung mit jeweils einem bekannten und erfolgreichen Schweizer Erfinder, Investor, Unternehmensberater o.ä. über Firmengründungen. Wir sprechen mit ihm über seine Meinung und Erfahrung zu diesem Thema und lassen uns und den Erfindern Tipps vom Profi geben.

Block Rückschau

In der Rückschau schliesslich treffen wir einen alten Bekannten, welcher in einer unserer früheren Sendung mit seiner Erfindung auftrat und lassen ihn berichten, wie es ihm in der Zwischenzeit ergangen ist, welche Fortschritte er mit seinem Projekt gemacht hat. Wenn nötig, erhält er die Möglichkeit, einen weiteren Aufruf zu starten.

Block Kurioses oder Block Zuschauer

Dieser Block kann eingesetzt werden, wenn ein anderer fehlt, oder wenn ein Zuschauer eine gute Frage hat. Die Idee dahinter ist folgende: Jeder kennt die kleinen Probleme des Alltags – wenige machen sich Gedanken darüber, wie man diese aus der Welt schaffen könnte. Im Zuschauer-Block bekommt der Zuschauer die Möglichkeit, ein Problem zu schildern. Zum Beispiel „bei jeder Wäsche verschwinden einzelne Socken.“ Die Erfinder unter den Zuschauern sind nun gefordert, eine Lösung zu finden. Die beste Idee wird prämiert und erhält Platz in einer der nächsten Sendungen.

Specials

Bei speziellen Anlässen wie zum Beispiel Erfindermesse oder erfolgreichem Start eines „eigenen“ Erfinders etc kann sich eine ganze Sendung um diesen Anlass drehen.

Homepage

Als Ergänzung zur Sendung bietet Gedacht-Gemacht dem Erfinder die Möglichkeit, seine im Fernsehen vorgestellte Erfindung im Internet etwas ausführlicher darzustellen. Möglichen Interessenten / Investoren erlaubt dies, das im Fernsehen gesehene genauer zu studieren und die Machbarkeit anhand genauerer Skizzen etc zu prüfen. Dank einer Übersicht über vergangene Sendungen lassen sich so auch verpasste Erfindungen anschauen.

Kontakt

Um mit den Erfindern in Kontakt treten zu können, richtet Gedacht-Gemacht für jede in der Sendung vorgestellte Idee eine eigene Mail-Adresse ein, die ohne Umweg an den Erfinder weitergeleitet wird – denn Gedacht-Gemacht versteht sich als freie Plattform, nicht als Vermittler gegen Bezahlung.

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Thema: Gesellschaft, Ideen, Schweiz | Kommentare (0) | Autor: