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Maria und Josef

Mittwoch, 20. Oktober 2010 20:18

Manchmal, ja manchmal hat auch der Blick kurioses anzubieten, das man ohne weiteres weitergeben kann. So zum Beispiel dieses Bild, welches – ganz eindeutig – Maria und Josef beim Beobachten des Google Street View Fahrers zeigt.

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Thema: Digital, Schweiz | Kommentare (0) | Autor:

Künstliche Fast-Intelligenz

Donnerstag, 3. Juni 2010 8:42

Hat Ihr Computer heute schon mit Ihnen geplaudert? Nein? Zu altes System, was?! Macht aber nichts. Sprechen Sie doch einfach übers Internet mit «Elbot» oder «Eliza». (Falls Sie diese Informationen in einer uralten komischen Metallkiste entdeckten, oder vielleicht sogar selber eine Maschine sind: Dafür haben Menschen (diese da) anno 2010 «künstliche Intelligenz» eingesetzt.)

«Elbot» (auf dem Bild links) ist ein Programm, das künstliche Intelligenz simuliert und recht amüsant mit uns kommunizieren kann. Das Programm wurde und wird vom Computerlinguisten Fred Roberts entwickelt. Im Jahr 2008 war der kleine Roboter «Elbot» der Gewinner des Loebner-Contests. Er hat die Jury in einer Art Turing-Test für Programme am meisten davon überzeugt, «denken» zu können. Aber was erzähle ich lange? Überzeugen Sie sich doch auf seiner Homepage am besten selber von seinen Fähigkeiten.

Falls Sie keinen Wert auf Grafik legen oder einfach etwas tiefer in die Vergangenheit der Entwicklung einer Illusion künstlicher Intelligenz eintauchen wollen, besuchen Sie die englischsprachigen Version von «Eliza» auf der Site von iFiction oder in deutscher Sprache bei Eckhard Etzold. «Eliza» wurde 1966 schon lange Zeit vor «Elbot» von Joseph Weizenbaum entwickelt und kommt wie sich das für diese Zeit gehört in einfachem grün blinkend daher. Aber Vorsicht. Die vermeintlich schlichte Dame wurde auf Imitation eines Psychotherapeuten programmiert und hat entsprechend viele Fragen.

Weitere «künstliche Intelligenzen» in Form von Avataren finden Sie auch an anderen virtuellen Orten, wo sie heute schon als mehr oder weniger kompetente Auskunftspersonen eingesetzt werden. Zum Beispiel Eve beim deutschen Stromanbieter Yellowstrom. Oder als animierte echte Person mit anderen Vorzügen als Sprache wie taratechnique für Saturn auf Facebook und iPhone. Und für Fans, die sich schon immer mal mit Captain James T. Kirk (auf der Site rechts oben anklicken) über die unendlichen Weiten des Weltraums unterhalten wollten, gibt es einen einfachen Chatbot bei Alicebot.

Grüssen Sie alle herzlich von mir.

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Thema: Digital, Kunst, Mensch | Kommentare (0) | Autor:

Meine Daten sind deine Daten

Dienstag, 18. Mai 2010 16:56

Seit Monaten gerät Google mit seinen Diensten immer wieder in die Schlagzeilen. Das ist gut so. Die Diskussion über die Sammelwut privater Firmen muss geführt werden. Genauso wie diejenige, über die vielfältigen Schnüffeleien und Datenbanken öffentlicher Institutionen. Aber eine Gefahr für die eigenen Daten geht auch von jedem einzelnen aus.

Wie ernst nehmen Sie es persönlich mit Ihrer Privatsphäre?

Wissen Sie, welche Spuren Sie täglich im www freiwillig hinterlassen? Allein schon mit diesem Besuch auf meinem Blog offenbaren Sie mir mehr, als Ihnen wahrscheinlich bewusst ist.

Als Inhaber dieses Blogs verfüge ich wie jeder andere Homepagebetreiber über eine Besucherstatistik. Schon während Sie dies hier lesen, kann ich Ihren ungefähren Standort anhand Ihrer IP-Adresse lokalisieren. Sollten Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz über das Netzwerk Ihres Arbeitgebers ins Internet begeben, kann es sogar sein, dass Ihre IP auch Angaben über Ihren Arbeitgeber preisgibt. Ich erfahre ohne weitere Recherche, für wen Sie arbeiten. Und damit auch, ob Sie während der Arbeitszeit privat surfen. Über NetIP oder Dein-IP-Check können Sie das selber ausprobieren.

Ihre aktuellen Angaben:

Lade IP-Informationen

Für sich genommen sagen diese Informationen natürlich noch nicht viel aus. Aber beim täglichen Surfen überlassen Sie Ihre Daten nicht nur mir. Jede Webadresse die Sie besuchen, sammelt unzählige Datensätze.

Und jetzt wird’s interessant.

Viele Betreiber von Homepages, Foren etc stellen ihre Statistiken der Öffentlichkeit frei zur Verfügung. Mit einer beliebigen Suchmaschine lassen sich die erhaltenen Daten mit wenig Aufwand mit solchen aus dem Internet verknüpfen. Und damit kann man eine ganze Menge anfangen.

Ein Beispiel: Sie diskutieren in einem Forum unter dem Pseudonym ABC über ein beliebiges Thema. Erstens weiss ich jetzt, was Sie privat so beschäftigt. Und da ich auch weiss, dass sich niemand gerne viele Pseudonyme merkt, finde ich mit einer einfachen Websuche nach diesem Pseudonym vermutlich noch weitere Beiträge von Ihnen. Es kann aber auch sein, dass Sie sich über die gleiche IP-Adresse auf einer anderen Plattform mit Ihrem richtigen Namen zu Wort gemeldet haben. Schon kann ich Ihren Namen dem Pseudonym zuordnen.

Nicht auszudenken, was ein Profi aus diesen Daten macht.

Bedenkt man, was ich als Laie schon alles herausfinden kann, kann man sich vorstellen, wozu jemand mit Zugang zu speziellen Tools in der Lage sein muss. Denn neben der eingangs erwähnten IP-Adresse verraten Sie auch welches Computersystem Sie verwenden. Samt Angabe über die aktuelle Version, Spracheinstellung, den verwendeten Browser und sogar die Bildschirmauflösung und Farbtiefe Ihres Monitors. Das kann von Interesse sein, wenn jemand Ihren Computer mit Viren, Trojanern etc angreifen will.

Wie viel genau Sie von sich preisgeben, können Sie mit dem Anonymitäts-Test auf der Homepage der Uni Dresden herausfinden. Und wie angreifbar Ihr Computer ist, (auf «Continue to Symantec Security Check» klicken und am besten erst nach dem Lesen probieren: Blogfenster kann durch den Test geschlossen werden) mit dem Security-Check von Symantec. Zudem gibt es Seiten, die Ihrem Computer schon rein durch den Besuch Schaden zufügen können. Falls Sie eine Seite ansurfen wollen, von deren Sicherheit Sie nicht ganz überzeugt sind, können Sie über Safeweb herausfinden, ob die Website schon als gefährlich bekannt ist.

Die Gefahr kann aber auch aus unvermuteter Richtung kommen.

Wer sich – selbst aus reiner Neugier – die falschen Seiten anschaut , kann schnell ins Visier staatlicher Stellen geraten. Dafür muss man nicht an Verschwörungstheorien glauben. Laut Spiegel Online so geschehen in England, wo ein 22jähriger Student und ein Uni-Mitarbeiter wegen einer Doktorarbeit unter Terrorverdacht gerieten und festgenommen wurden. Ihr Verbrechen: Sie hatten auf der Website des US-Justizministeriums ein Trainingshandbuch der Qaida heruntergeladen.

Anonymität kann also angebracht sein.

Natürlich kann man darauf bestehen, dass man nichts zu verbergen hat. Wer trotzdem nicht alles von sich zeigen will, erhält mit dem kostenlosen Anonymisierungsdienst Jap/JonDonym der Uni Regensburg und Dresden eine gute Möglichkeit, die eigene IP-Adresse einigermassen gut zu schützen. Mehrere IP-Adressen werden dort auf einem Server gemixt und mit einer neuen IP auf Reisen geschickt. Das ist etwas langsamer als der normale Zugriff aufs Internet. Aber wenn man bei einzelnen Seiten keine Adresse hinterlassen will, eine gute Alternative. Etwas mehr über die Privatsphäre im www erfahren Sie ebenfalls auf der Seite der Uni Dresden.

Lassen Sie sich jetzt aber nicht die Freude am Internet verderben. Jeder hinterlässt Spuren. Man sollte es sich nur bewusst sein.

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Thema: Bildungslücken, Digital, International | Kommentare (0) | Autor:

Der Mann und die Inhaltsstoffe

Samstag, 8. Mai 2010 16:50

Der unverbesserliche Ehe- oder gerade-kürzlich-noch Singlemann kennt es: Der Spontaneinkauf der Sorte reingehen, gezielt – weil Routine – zugreifen, bezahlen und wieder gehen, ist passé. Wenn Frau/Freundin mitgeht, will jede Produktinformation ausführlich gelesen sein. Egal wie klein der Aufdruck auch sein mag. Jede Packung wird dreimal gedreht, unter das flackernde Neonlicht gehalten, bis die Inhaltsstoffe entziffert und die Packung wieder zurück ins Regal gestellt ist.

Es gibt Abhilfe

Statt ungeduldig oder gar nörgelnd zu warten, kann Mann die Sache jetzt beschleunigen. Dank den Frauen und Männern von codecheck.info, die jedem Interessierten den direkten Zugriff auf eine riesige Datenbank mit Informationen zu den Inhaltsstoffen aller Arten von Produkten ermöglichen. Und das Beste: Für uns Technikspielkinder gibt es dazu ein Programm, das unser Lieblingsspielzeug Handy in einen Scanner umfunktioniert. Programm öffnen, Produkt-Code scannen, alles wissen. Einfacher und schneller kommt man nicht an Informationen zu E-Nummern, Inhaltsstoffen von Lebensmitteln und Kosmetika, Nährwerten, oder Label- und Gütesiegel.

Codecheck heisst das Zauberding. Läuft auf dem iPhone 3G/3GS und Google Android. Sauber programmiert. Übersichtlich dargestellt. Und mit einer ganzen Menge zusätzlicher Informationen ausgestattet. Das macht erstens Spass, zweitens das Lesen einfacher und Mann hat wieder etwas gelernt.

Mehr Informationen zu diesem gelungenen Programm samt Datenbank gibt’s auf der Homepage der Macher codecheck.info. Die App gibt’s gratis (Stand 8. Mai 2010) im iTunes App Store. Einfach nach codeckeck.info suchen. Und vielleicht bald auch selber etwas gesünder einkaufen.

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Thema: Digital | Kommentare (0) | Autor:

Freude am Experiment II

Freitag, 7. Mai 2010 17:24

Einfach weils so viel Spass macht, hier noch ein gelungenes Werk eines weiteren experimentierfreudigen Musikers. Mehr von Kutiman gibts auf youtube. Vorsicht: Funky.

Mother of All Funk Chords

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Thema: Digital, Kunst, Mensch | Kommentare (0) | Autor: