Minimalsatiren

«Fassen wir uns kurz. Die Welt ist überbevölkert von Wörtern» schrieb der polnische Lyriker und Aphostoriker Stanislaw Jerzy Lec † 7. Mai 1966. Und machte sich sogleich ans Werk.

Auf 500 Buchseiten gesammelter Gedanken finden sich Minimalsatiren der Sorte «Ich habe von Freud geträumt. Was bedeutet das?» oder «Wenn ein Menschenfresser sein Opfer angewiedert ausspuckt – ob das den Delinquenten kränkt?». Aber auch Weisheiten wie «Es gibt fruchtbare Wüsten, wo Straussenköpfe bestens gedeihen.» oder «Zahnlose haben grössere Zungenfreiheit.».

Wer sich mit diesen und unzähligen anderen Gedanken auseinandersetzen möchte, findet in meinem Buchtipp ein kurzweiliges Lesevergnügen mit Tiefgang. Eignet sich auch ausgezeichnet für Texter und Juniortexter. So kurz und knapp kann Inhalt sein.

Mein Buchtipp: „Sämtliche unfrisierte Gedanken“ von Stanislaw Jerzy Lec

ISBN 978-3-8363-0058-2

Viel Spass beim lesen.

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Datum: Montag, 5. April 2010 20:25
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