Beitrags-Archiv für die Kategory 'Wirtschaft'

Entscheidungshilfe für die Politik

Dienstag, 6. März 2012 8:12

Kaum ein Politiker ist heute noch in der Lage, sich zu sämtlichen wichtigen Themen eine objektive Meinung zu bilden. Zum Glück stehen ihm in der Schweiz zu diesem Zweck zahlreiche Fachleute aus der Wirtschaft mit Ihrem fundierten Fachwissen zur Seite.

Der Autor nahm sich heute einmal die Zeit, eine kleine Auswahl an differenzierten, themenspezifischen Argumenten des Wirtschaftsdachverbandes Economiesuisse zusammenzutragen.

Staatsvertrags-Initiative 05.03.2012

«Ein verzögertes Inkrafttreten oder gar eine Verhinderung von wichtigen internationalen Abkommen würde Schweizer Unternehmen gegenüber ihren ausländischen Konkurrenten unnötig benachteiligen und Arbeitsplätze gefährden.»

Zweitwohnungsinitiative 24.02.2012

«Sie [Initiative] kostet Arbeitsplätze und verlagert das Problem, statt es zu lösen.»

Initiative 6 Wochen Ferien für alle 21.02.2012

«Die Initiative schadet der Schweizer Wirtschaft mit ihren Arbeitsplätzen»

Volksinitiative gegen Masseneinwanderung 14.02.2012

«Deshalb lehnt die Wirtschaft die Initiative geschlossen ab. Sie schadet dem Standort Schweiz und gefährdet Wohlstand und Arbeitsplätze.»

Erbschaftssteuer 26.09.2011

«Mit der Belastung der Unternehmenssubstanz gefährdet die Erbschaftssteuer auch Arbeitsplätze.»

SP-Steuerinitiative 04.11.2010

«SP-Steuerinitiative zerstört Arbeitsplätze!»

Exportverbot für Kriegsmaterial 29.10.2010

«Trotz Krise – GSoA will 10.000 Arbeitsplätze vernichten»

ALV-Revision 09.08.2010

«Noch höhere Lohnabzüge bei einem Nein wären starke Belastung für Arbeitnehmende und Unternehmen und würden Arbeitsplätze gefährden.»

Minder-Initiative gegen Abzockerei 14.12.2009

«Die Minder-Initiative würde die Rahmenbedingungen für börsenkotierte Aktiengesellschaften massiv verschlechtern. Abwanderung von Unternehmen, Vernichtung von Arbeitsplätzen und Abfluss von Steuergeldern wären die Folge.»

Minarett-Initiative 19.10.2009

«Sollte die Initiative am 29. November 2009 angenommen werden, drohen der Schweiz wirtschaftliche Einbussen: Boykotte Schweizer Produkte und Unternehmen sowie Ausfälle in der Tourismusbranche. Damit gefährdet die Initiative auch Tausende Arbeitsplätze in der Schweiz.»

Erneuerbare Energien 19.10.2009

«Neue Volksinitiative der SP entpuppt sich als Jobkiller»

1:12 Initiative 6.10.2009

«Die Unternehmen erhalten zudem den falschen Anreiz, die Produktion ins Ausland zu verlagern. Das liegt weder im Interesse der Angestellten noch der Unternehmen.»

Sanierung der Invalidenversicherung 17.08.2009

«Durch die befristete Erhöhung der Mehrwertsteuer werden höhere Lohn- und Sozialabgaben vermieden, welche die Arbeit verteuern und Arbeitsplätze gefährden.»

Bilaterale 07.01.2009

«Die Produktion von arbeitsintensiven Kulturen wie Gemüse, Obst, Beeren und Wein würde mehr und mehr ins Ausland verlagert. Damit entfallen nicht nur Arbeitsplätze in der Landwirtschaft, sondern auch jene in den vor- und nachgelagerten Branchen.»

Unternehmenssteuerreform II 24.02.2008

«Jedes Jahr gehen Tausende von Arbeitsplätzen und Lehrstellen infolge ungelöster oder gescheiterter Unternehmensnachfolgen verloren.»

Einheitskrankenkasse 25.01.2007

«Die negativen Konsequenzen auf Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze sind alles andere als sozial, die Initiative ein klassisches Eigengoal.

Beschränkung der Luftfahrt 08.01.2007

«Der Verlust der Hub-Funktion durch eine Plafonierung wäre somit mit grossen Einbussen an Wertschöpfung und Arbeitsplätzen verbunden, was die gesamte Schweizer Bevölkerung treffen würde.»

Posttariferhöhung 30.04.2003

«Posttariferhöhung belastet Wirtschaft und vernichtet Arbeitsplätze»

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Thema: Politik, Schweiz, Wirtschaft | Kommentare (0) | Autor:

Eine Frage an Gerold Bührer

Sonntag, 29. Januar 2012 14:01

Lieber Gerold Bührer.

Kürzlich las ich Ihr Interview in der WOZ. Dabei liess mich die folgende Aussage zu Ihrem Weltbild etwas ratlos zurück.

«In unserer Gesellschaft muss erstens das Durchlässigkeitsprinzip gegeben sein: Jeder, der will, muss es zu etwas bringen können. Zweitens bin ich der Meinung, dass es Leistungsanreize braucht. Und da spielt die Besteuerung eine wesentliche Rolle.»

Gerne würde ich den Zusammenhang verstehen. Deshalb habe ich zwei Fragen an Sie.

  1. Wie definieren Sie «es zu etwas bringen»? Beschränken wir uns hier ausschliesslich auf den wirtschaftlichen Aufstieg, oder zählt dazu auch der – gewollt – selbstlose Einsatz direkt für die Gesellschaft?
  2. Warum sollte jemand, der es aus freien Stücken «zu etwas bringen» will, einen zusätzlichen Anreiz brauchen? Der Einsatz von diesem Jeder «der will» wird sich doch schon mit Erreichen des persönlichen Zieles auf jeden Fall lohnen.

Ob Sie mir den Widerspruch dieser beiden Aussagen in zwei bis drei kurzen Sätzen auflösen könnten?

Diese Frage wurde dem Präsidenten des Wirtschftsdachverbands Economiesuisse, Gerold Bührer, am 29.01.2012 via Mail gestellt.

Antwort vom 30.01.2012

Lieber Herr Eyholzer

Vielen Dank für Ihr gestriges Mail. Selbstverständlich bin ich gerne bereit, Ihnen zu den zwei Fragen  die entsprechenden Überlegungen zu übermitteln.

  1. Zum Begriff „es zu etwas bringen“ so viel: Ich meine dabei in erster Linie den beruflichen Erfolg, den in unserer Gesellschaft jeder, ungeachtet seiner Herkunft, erreichen kann.  Natürlich zähle ich dazu auch das Engagement in unentgeltlichen Bereichen, wie Vereinen und sozialen Institutionen. Auch ich persönlich habe mich in meinen früheren Lebensjahren beispielsweise aktiv in Vereine eingebracht.
  2. Zum Begriff „des Anreizes“ folgende Bemerkungen: Wie ein geflügeltes Wort zu recht festhält, lebt der Mensch nicht vom Brot allein. Es kann keine Frage sein, dass glücklicherweise die Mehrheit der Bevölkerung im Erreichen von Zielen auch eine menschliche Genugtuung erblickt. Aber der „Homo Oeconomicus“ ist auch eine Realität und deshalb bin ich nach wie vor davon überzeugt, dass bezüglich Steuern oder anderer Abgaben das Entgelt für die Leistung der Mitarbeitenden nicht über Gebühr wegbesteuert werden darf.

Gerne hoffe ich, Ihnen mit meinen Ausführungen gedient zu haben.

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Thema: Eine Frage an..., Gesellschaft, Politik, Wirtschaft | Kommentare (0) | Autor:

Kooperation vs. Konkurrenz

Montag, 21. November 2011 10:12

«Wir brauchen die Besten der Besten» lautet das Wirtschafts-Mantra jeweils in Krisenzeiten. Und passend dazu die öffentliche Meinung über Menschen, die sich – ohne finanziellen Anreiz – aktiv für eine bessere Gesellschaft einsetzen: «Diese Schmarotzer sollen sich besser eine Arbeit suchen».

Kein Wunder ignoriert die Öffentlichkeit bei dieser Einstellung jede Forderung nach einem gerechteren Gesellschaftssystem von eben jenen «faulen, dummen Schmarotzern», denen man schlicht jegliche Wirtschafts-Kompetenz abspricht.

Was aber, wenn an der Spitze von Wirtschaft und Politik nicht wie stets betont die kompetentesten und fähigsten, sondern in erster Linie lediglich die kämpferischsten Köpfe sitzen? Müssten nicht gerade dann in einer Krise diejenigen klugen Köpfe aufsteigen, die im Interesse der Gemeinschaft auf Konsens- statt auf Konkurrenzdenken und den eigenen Vorteil setzen?

Nicht unbedingt, wie eine möglicherweise wahre Begebenheit veranschaulicht.

Das Tischtennis-Gleichnis

Zwei Drittklässler – nennen wir sie «Ich» und «der Andere» – nehmen in den Schulferien an einem freiwilligen Tischtenniskurs teil. Ziel ist es, die Technik zu verfeinern.

Nach einigen Übungsstunden stellt der Trainer eine Videokamera auf. Zwei Kinder sollen jeweils miteinander einen lockeren Ballwechsel spielen, um danach auf dem Videoband zwecks Verbesserung gemeinsam die Technik zu analysieren.

Zweierteam für Zweierteam spielen sich die Schüler die Bälle zu.

Auch Ich und der Andere stellen sich einander gegenüber an den Tisch.

Trainer: «Kamera läuft. Und los.»

Ich serviert. Ein Bilderbuchaufschlag. Der Andere reagiert prompt. Schmetterball. Eins zu null. Wenn denn gezählt würde.

Ich: «He! Schön spielen.»
Der Andere: «Ist doch schön. Mein Punkt»
Trainer: «Also nochmal von vorn. Und los.»

Ich serviert. Bilderbuchaufschlag. Der Andere reagiert. Schmetterball. Zwei zu null.

Ich: «Mann…»
Der Andere: «Mein Punkt»
Trainer: «Nochmal von vorn. Und los.»

Ich serviert. Bilderbuchaufschlag. Der Andere reagiert. Schmetterball. Drei zu null.

Natürlich trägt der Andere den vermeintlichen Sieg nach dem Kurs mit Stolz nachhause. Schlimm ist nicht, dass der Andere glaubt, er hätte das Spiel gewonnen. Schlimm ist auch nicht, dass der Andere glaubt, Ich hätte das Spiel verloren.

Schlimm ist, dass der Andere damit nicht nur sich, sondern auch seinen Mitspieler um die Analyse des Spiels und damit um eine Verbesserung der eigenen Technik brachte.

Und natürlich, dass er von Neid spräche, würde man ihn darauf hinweisen.

In anderen Worten: wer im Interesse aller Beteiligten kooperiert, verliert, wenn auch nur einer nicht mitzieht. Mit ein Grund, weshalb viele gute Leute gar nicht erst in Konkurrenz treten.

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Thema: Gesellschaft, Mensch, Wirtschaft | Kommentare (0) | Autor:

491.239.299 CHF

Freitag, 28. Oktober 2011 9:28

Nein. Das sind keine neuen Schulden. Höchstens moralische.

Im Wert von 491.239.299 CHF wurde gemäss eidgenössischer Zollverwaltung von Januar bis September 2011 Kriegsmaterial aus der Schweiz ausgeführt. Das sind 68.509.111 Franken mehr als im gleichen Zeitraum 2010.

Wie viel davon auf Streubomben entfällt, ist aus der Tabelle «Ausfuhr von Kriegsmaterial» der Eidgenössischen Zollverwaltung vom 27.10.2011 nicht zu entnehmen. Dass sich das Geschäft mit dem Leid und Tod von Menschen in den mindestens 64 offiziellen Erst-Abnehmerländern aber nach wie vor lohnt, schon.

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Thema: Gesellschaft, Politik, Schweiz, Wirtschaft | Kommentare (0) | Autor:

economiesuisse und die Solidarität

Samstag, 22. Oktober 2011 11:21

Das Schweizer Steuersystem sei solidarisch. Findet Herr Dr. Pascal Gentinetta, Vorsitzender der Geschäftsleitung von economiesuisse. Ebenso die neun Prozent der Steuerpflichtigen mit dem höchsten Einkommen.

Mit gegenteiligen Behauptungen und dem Ruf nach «Umverteilung von unten nach oben» würde nur «gezielt politische Empörung bewirtschaftet», meint er in seinem Kommentar vom 19.10.2011. (Was mangels genauerer Definition des Satzes sowie der angeblichen Urheberschaft hier nicht objektiv beurteilt werden kann und wird.)

Wenden wir uns deshalb dem «entlarvenden Blick auf die Fakten» unter der Schlagzeile «Solidarität dank attraktiver Steuern» zu. Schon der erste «Fakt» verlangt nach einem zweiten, genaueren Blick, da hier «Einkommens- und Vermögensunterschiede» mit «Steuern und Steuerpflichtigen» verglichen wird.

«So kommen bei der direkten Bundessteuer die neun Prozent der Steuerpflichtigen mit dem höchsten Einkommen für fast 70 Prozent der Einnahmen auf, während 30 Prozent der natürlichen Personen gar keine Bundessteuer zahlen.»

Nicht, dass man dem grundsätzlich – nur schon mangels Quellenangabe der «Fakten» – widersprechen müsste. Aber man fragt sich unweigerlich, wer diese «natürlichen Personen» sind, welche den «solidarischen» Steuerpflichtigen «mit dem höchsten Einkommen» gegenübergestellt werden. Und warum diese keine Steuern bezahlen.

Sprechen wir hier von Personen, die überhaupt kein, oder nicht genug eigenes Einkommen erzielen, um Steuern zu entrichten? Von Sozialhilfeempfängern, IV-Rentnern und Working Poor? In diesem Fall könnte man den Satz doch so formulieren:

«So verdienen die neun Prozent der Steuerpflichtigen mit dem höchsten Einkommen locker genug, um ohne mit der Wimper zu zucken für fast 70 Prozent der Einnahmen bei der direkten Bundessteuer aufzukommen, während 30 Prozent der Schweizer Bevölkerung ohne, oder mit zu schlecht bezahlter Arbeit nicht genug zum Überleben bleibt.»

«30 Prozent* der Gesellschaft braucht finanzielle Unterstützung.» klingt natürlich nicht ganz so gerecht und schmeichelhaft für unser Steuersystem wie «Unser im internationalen Vergleich attraktives Steuerumfeld kommt somit allen gesellschaftlichen Schichten zugute». Aber in dieser Form ausgedrückt würde der Grund für das Verhältnis zwischen «unten und oben» etwas präziser beschrieben. Und die Idee einer fairen Umverteilung.

Möglich wäre eine gerechtere Verteilung von Einkommen und Vermögen (und damit der Steuerlast) etwa, indem «die Unternehmen und die 20 Prozent der Privatpersonen mit den höchsten Einkommen und Vermögen» Arbeitsplätze schaffen, statt für die Profitmaximierung Stellen abzubauen und die Arbeitslast auf immer weniger Schultern zu verteilen.

Hätten zum Beispiel die gemäss Medienmitteilung des Bundesamtes für Statistik 230.019 Personen mit Sozialhilfe (Stand 2009 zuzüglich plus minus 2.000 neu Ausgesteuerte jeden Monat) eine Vollzeitstelle, würde schon einiges an zusätzlichen Steuereinnahmen zusammenkommen.

Gleichzeitig fielen weniger Sozialausgaben an. Dem Staat bliebe mehr Geld für ein modernes Bildungswesen, Schüler würden besser für die Arbeitswelt vorbereitet, was wiederum zu weniger Ausgaben für die Arbeitslosenversicherung – und damit tieferen Steuern – führen würde.

Und dies ist nur ein kleiner Teil positiver Veränderungen bei Verzicht auf immer höheren persönlichen Profit. Das wäre doch mal ein Anfang.

* Die genaue Zusammensetzung der 30% ist zwecks Meinungsbildung gerne willkommen.

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Thema: Gesellschaft, Politik, Schweiz, Wirtschaft | Kommentare (0) | Autor:

Occupy Paradeplatz

Dienstag, 18. Oktober 2011 19:28

«OCCUPY PARADEPLATZ» schreibt heute Mittag einer von drei bis fünf jüngeren Männern mit dicker, bunter Kreide auf die Paradeplatz-Traminsel.

Schade, denkt sich der Blogautor aus dem Tram aussteigend. Mit einer dermassen um die öffentliche Meinung besorgten, brav organisiert unorganisierten Platzbesetzung wird die junge Organisation die für einen Umbruch benötigten Massen nicht mobilisieren.

Und mit der in den vergangenen Tagen vorgetragenen Nicht-Botschaft gibt sie auch gleich noch die Deutungshoheit über ihre Forderungen, Ziele und Lösungen aus der Hand. So steht heute beispielsweise im Teletext:

«Die Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf zeigt Verständnis für den Protest der Bewegung “Occupy Paradeplatz” gegen das Finanzsystem. Grund für die Proteste sei die absolute Unverfrorenheit einzelner Banker. Dies sagte die Bundesrätin im “Tagesgespräch” von Schweizer Radio DRS. “Einzelne Banker haben sich absolut masslos verhalten, das wirkt sich auf die ganze Wirtschaft aus”, sagte Widmer-Schlumpf. Die Vorgänge bedeuteten eine Zerreissprobe für die Gesellschaft: “Die Ängste reichen bis weit in den Mittelstand. Das muss man sehr ernst nehmen.”»

Einzelne Banker also. Das klingt doch ganz nach: Hauen wir einigen bösen Bankenbuben auf die Finger. Patschpatsch. Problem gelöst. Zusammenpacken Aktivisten. Hier gibt es nichts mehr zu tun. Die Duldung wird aufgehoben.

Bei allem Respekt. So wird das nix mit Paradigmenwechsel.

Aber vielleicht gibt es ja auf der neuen Homepage der Occupy Paradeplatz-Bewegung doch bald genaueres zu erfahren. Oder in einem ausgedeutschten Gastbeitrag aus persönlicher Sicht.

Das Angebot für die drei engagierten Gesprächspartner am Paradeplatz steht.

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Thema: Gesellschaft, Politik, Schweiz, Wirtschaft, Zürich | Kommentare (0) | Autor:

Wohin mit all den alten CDs?

Donnerstag, 22. September 2011 10:37

Kürzlich – beim Ausmisten alter digitaler Arbeiten – blieb ein ziemlich hoher Stapel alter CD-Sicherungskopien zurück.

Und mit den alten Silberscheiben tauchte auch eine alte Frage wieder auf. Wohin damit, ohne die Umwelt zu belasten?

Ein Antwort darauf fand sich heute in des Schreibers Inbox: Zu einer von über 70 Sammelstellen in der Schweiz.

Na dann mal los.

Neuen Stauraum schaffen und die Umwelt schonen.

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Thema: Schweiz, Werbung, Wirtschaft | Kommentare (2) | Autor:

Oswald Grübels Auftrag

Dienstag, 20. September 2011 9:52

Verantwortlich, ja. Schuldig, nein. Sagt Oswald Grübel zur milliardenschweren Fehlspekulation eines Händlers seiner UBS. Und «Ich denke nicht über einen Rücktritt nach» Denn: Diese Frage ist Sache des Verwaltungsrates.

Über diese spezielle Form der Übernahme von Verantwortung mag man sich im ersten Augenblick wundern. Doch die ganz eigene Logik dahinter ist in sich durchaus stimmig und wurde schon im UBS-Werbespot mit Oswald Grübel erkennbar. In wenigen Worten:

Ich wurde gerufen. Und berufen.

Und ich werde nicht ruhen, bis ich meinen Auftrag erfüllt habe.

Für den Fall, dass der Spot auch auf Youtube gelöscht wird, der Text zum Lesen

«Ich habe mich oft gefragt, warum? Warum Ich? Warum aus dem Ruhestand zurückkehren? Und dann wurde mir klar, ja, ich muss es tun. Ich schulde es den Menschen, die bei dieser Bank arbeiten. Ich schulde es der Bank, die mal mein härtester Konkurrent war. Und ich schulde es mir. Ich wusste, dass das alles nicht einfach wird und dass vieles verändert werden muss. Aber wenn ich auf das letzte Jahr zurückblicke, kann ich feststellen, dass wir doch schon sehr viel erreicht haben. Und das hat mir das Vertrauen gegeben, das Ziel höher zu setzen. Ich wollte schon immer für eine Bank arbeiten, die alles verkörpert, was eine Bank sein muss. Ich wollte schon immer für DIE Bank arbeiten. Jetzt haben wir die Chance DIE Bank zu werden. Ich bin davon zutiefst überzeugt. Also sollten wir diese Chance nutzen. Sie kommt nur einmal. Es wird nicht leicht werden, aber wir werden es schaffen. Und wir werden nicht ruhen, bis wir es geschafft haben. Deshalb ist das Leitmotiv für unsere Werbekampagne: <Wir werden nicht ruhen>. Es wird die erste Werbung sein, mit der wir seit zwei Jahren an die Öffentlichkeit treten. Und es wird viel mehr sein, als eine Werbekampagne. <Wir werden nicht ruhen.> wird Ausdruck von unserer Ambition, unserer Haltung und unserer Verantwortung sein. Für jeden einzelnen von uns. Angefangen mit mir.»

Parallelen zu dem sich «für das Wohl von Volk und Land» aufopfernden Christoph Blocher sind nicht von der Hand zu weisen. Ein Grund, sich wieder einmal den wissenschaftlichen Vergleich neurologischer Ähnlichkeiten einiger öffentlicher Personen zu wünschen.

Nicht als Provokation. Sondern aus ehrlichem Interesse.

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Thema: Gesellschaft, Politik, Rückschau, Schweiz, Werbung, Wirtschaft | Kommentare (0) | Autor:

Weisheiten – Über den Wirtschaftskreislauf

Dienstag, 6. September 2011 14:19

«Das Gegenteil von Konsum ist nicht Sparsamkeit, sondern Grosszügigkeit.»

Raj Patel in seinem Buch «Was kostet die Welt?»

Buchtipp:

«The Value of Nothing – Was Kostet die Welt?» von Raj Patel
ISBN: 978-3-570-50124-5

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Thema: Buchtipps, Gesellschaft, Weisheiten, Wirtschaft | Kommentare (0) | Autor:

Wer spricht denn so?

Freitag, 2. September 2011 11:19

«C’est le ton qui fait la musique» sagt der Franzose. Und ausserdem lässt der Umgangston auch auf die Stellung eines Menschen oder einer Organisation innerhalb einer Gesellschaft schliessen. Sagt der Blogautor. Das probieren wir doch gleich anhand eines aktuellen Textes* aus.

Wer könnte in diesem Ton zu uns sprechen?

[Der Verfasser dieses Textes] ist mit den heute [...] präsentierten Massnahmen [...] nur teilweise zufrieden. Einzelne Vorschläge sind kritisch zu überprüfen. Da [das Problem] ein langfristiges Phänomen sein wird, bedarf es [...] zwingend langfristiger Massnahmen [...]. Der [Verfasser] bedauert, dass nicht schon jetzt [...] vorgelegt wurde. [...] Kurzfristig ist alleine [...] in der Lage, die Situation massgeblich zu entschärfen. Von ihr ist ein entschlossenes Vorgehen gefordert. [...] Vor diesem Hintergrund hat [der Verfasser] die heute präsentierten Massnahmen [...] geprüft.

Der [Verfasser] begrüsst [...]. [Der Verfasser] begrüsst auch, dass [...]. Insbesondere die [...] ist positiv zu werten. Entscheidend dabei ist, dass [...]. Eine Durchsicht der einzelnen Punkte zeigt allerdings, dass der Teufel im Detail steckt. Angesichts [...] begrüsst [der Verfasser] zwar [...]. Problematisch ist hingegen, dass [...]. Es ist daher zwingend, dass [...]. [...] muss zudem dafür sorgen, dass [...]. Weiter überzeugt die Begründung für die Massnahmen [...] nicht. Und statt die Mittel für [...] zu erhöhen, wäre [...] vorzuziehen.

[Der Verfasser] hat zustimmend zur Kenntnis genommen, dass [...]. Wir bedauern, dass nicht schon jetzt konkrete Vorschläge zur [...] unterbreitet worden sind. So fehlen beispielsweise Massnahmen zur [...]. Neben [...] sind endlich auch [...] an die Hand zu nehmen. Auch [...] gilt es entschieden voranzutreiben [...].

Wem trauen wir diese Wortwahl zu?

  1. Einem guten Freund
  2. Einem langjährigen Partner
  3. Einem genervten Vorgesetzten
  4. Einem selbstsicheren Auftraggeber

Die Auflösung finden Sie auf der Rückseite dieses Blogs.

* Um nicht zu viele Hinweise auf den Verfasser zu geben, wurden verräterische Einzelheiten entfernt.

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Thema: Politik, Rätsel, Schweiz, Wirtschaft, Worte | Kommentare (0) | Autor: